Heute wurden Teile der Waldbesetzung im Hambacher Forst durch die Aachener Polizei geräumt.

Dieser ökologisch wertvolle Wald muss seit Jahren immer weiter dem Tagebau von RWE weichen.

Die heutigen Räumungsarbeiten markieren den Beginn der Rodung südlich der ehemaligen A4. Die A4 stellt für die Grüne Jugend Aachen eine rote Linie dar, deren Überschreitung wir nicht akzeptieren. Wir fordern eine sofortige Einstellung aller Rodungsarbeiten südlich der A4 und aller Maßnahmen, die diese vorbereiten.

Der Hambacher Forst ist der letzte Stieleichen-Hainbuchen-Maiglöckchen-Wald Europas. Ursprünglich umfasste dieser Wald 5.500 Hektar. Heute stehen davon noch 1.100 Hektar. Im Wald gibt es zwei Kolonien der Bechsteinfledermaus. Diese ist vom Aussterben bedroht. Obwohl der Wald allen Kriterien der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie entspricht, hat die Landesregierung diesen nicht an die europäische Kommission gemeldet.

Am 14. April 2012 wurde der Wald erstmals von Aktivist*innen zum Schutz vor Rodungsarbeiten besetzt.Seit dem sind die Aktivist*innen immer wieder von Repressionen betroffen. Wir sind solidarisch mit den Aktivist*innen, die sich der Zerstörung des Hambacher Forstes entgegen stellen.