Aachen. Anfang August war es, als Neonazis den jüdischen Friedhof mit  menschenverachtenden Parolen beschmierten – und am Büro der Grünen in der Franzstraße Hakenkreuze und SS-Runen hinterließen.

Gut acht Monate später organisiert die Grüne Jugend Aachen (GJA) mit Partnern einen Plakatwettbewerb unter dem Motto «SchülerInnen gegen Rechts».

Tim Schlößer, Sprecher der GJA, sagt, die Schmierereien seien Mitauslöser gewesen, sich noch mehr als schon üblich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.

Unterstützt wird der Plakatwettbewerb von der Stadt Aachen, der Städteregion, der Volkshochschule, den Jusos, der Jungen Union, den Jungliberalen, dem Ring politischer Jugendorganisationen (RPJ) Aachen sowie dem Aachener Jugendring. GJA-Sprecherin Kathrin Wallraven sagt, Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen könnten sich beteiligen.

Der Kampf gegen Rechtsextremismus sei ein «Anliegen aller Parteien», meint Tobias Tillmann, Sprecher des RPJ-Aachen, in dem die fünf Jugendverbände der Parteien organisiert sind. Deswegen unterstütze der RPJ-Aachen den Wettbewerb.

Andor Schmitz, Vorsitzender der Jusos-Schülergruppe, findet, bei solchen Wettbewerben müsse nicht immer «gegen etwas» argumentiert werden. Man könne auch schlicht für ein «demokratisch-politisches Umfeld» werben.

Nicht nur das Beschmieren des Büros, sagt Schlößer, sei der Grund für den Wettbewerb. Er erinnert an die wachsende Anzahl von Straftaten und Aktivitäten durch Neonazis im Raum Aachen generell. Die Teilnehmer sollen denn auch speziell ein Plakat zum Thema Rechtsextremismus in Aachen entwickeln.

Ob als Karikatur oder schlicht mittels Slogans sei egal – nur kreativ sollte die Arbeit sein. Denn später sollen die Gewinnerplakate an Werbesäulen und Bushaltestellen ausgehängt werden.

In wenigen Tagen sollen in den Schulen zudem Plakate für den Wettbewerb werben. Informationen im Internet findet man unter www.gjac.de. Enden soll der Plakatwettbewerb am 25. Juli. Eine Jury entscheidet dann, welches Plakat das Beste ist.

Den drei Gewinnern winken Geldpreise, die beiden besten Plakate sollen von einem professionellen Designer bearbeitet und später im Stadtbild ausgehangen werden.